Dachbeschichtung gegen Hitze
Weniger Hitze unter dem Dach: Reflektierende Beschichtungen setzen außen an und können den Wärmeeintrag begrenzen. Ob daraus mehr Komfort im Gebäude entsteht, prüfen wir am konkreten Aufbau.
Wie funktioniert Dachkühlung durch Beschichtung?
Dächer sind während intensiver Sonneneinstrahlung besonders stark belastet. Wird ein großer Anteil der Strahlung absorbiert, steigt die Oberflächentemperatur und Wärme kann in den Bauteilaufbau gelangen. Eine wärmereflektierende Dachbeschichtung verändert die optischen Eigenschaften der Oberfläche und kann den reflektierten Anteil erhöhen.
Das Cool-Roof-Prinzip betrachtet dabei die gesamte Oberfläche. Sichtbare Farbe, Infrarot-Reflexionspigmente, Verschmutzung, Neigung, Untergrund und Alterung beeinflussen die tatsächliche Wirkung.
Was im Dachmodell gemessen wurde
Im MA-39-Laborversuch mit KaWaTech BRIR 11 lag die Lufttemperatur im simulierten Dachraum um ca. 1,5 bis 1,8 °C niedriger. Untersucht wurde ein kleinmaßstäbliches Dachmodell unter Infrarotbestrahlung. Das ist keine zugesicherte Temperaturabsenkung für Wohnräume.
MA-39-Zusammenfassung vom 23.03.2022 (PDF)
Geeignete Dachflächen
- Metall- und Blechdächer
- Industrie- und Hallendächer
- Sandwichpaneele, beispielsweise im Gewerbebau
- geeignete Dachsteine und Dachziegel
- geeignete Flachdachaufbauten nach technischer Freigabe
Nicht jeder vorhandene Aufbau darf ohne Vorprüfung überarbeitet werden. Herstellervorgaben, Gewährleistung, Entwässerung, Bewegungen, Korrosion, vorhandene Abdichtungen und bauphysikalische Bedingungen sind zu klären.
Alternative zur Klimaanlage – richtig eingeordnet
Eine Dachbeschichtung gegen Hitze wirkt außen und benötigt im Betrieb keine elektrische Kälteerzeugung. Sie kann deshalb eine sinnvolle bauliche Alternative oder Ergänzung zur Klimaanlage sein. Ob eine Klimaanlage kleiner dimensioniert, seltener betrieben oder vermieden werden kann, muss jedoch am konkreten Gebäude beurteilt werden.
Vom Dachcheck zur Umsetzung
- Untergrund und vorhandenen Aufbau erfassen
- Projektziel und thermische Ausgangslage klären
- Verträglichkeit und Haftung prüfen
- Probefläche und Messkonzept festlegen
- Untergrund vorbereiten und Beschichtung fachgerecht ausführen
- Ergebnis dokumentieren und bewerten
Weniger Hitze unter Ihrem Dach?
Senden Sie uns Dachtyp, Fläche, Standort und vorhandenen Aufbau. Wir klären, wie eine geeignete Beschichtung zum sommerlichen Hitzeschutz beitragen kann.
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